Obrigheim II unterliegt Hostenbach

Abstieg trotz neuen Mannschaftsrekordes

F.H.: Im Vorkampf zur 1. Liga hatte Obrigheims „Zweite“ als Tabellenletzter den Vorletzten KSV Hostenbach zu Gast. Die Devise für diese Begegnung konnte nur lauten: „Sieg oder Abstieg“. Denn nur ein eigener Erfolgt hätte den Klassenerhalt auch für die neue Saison gesichert. Man war sich bewusst, dass mindestens eine Leistung um die 600 Punkte notwendig sein würde, um dieses Abstiegsduell erfolgreich zu gestalten. Entsprechend motiviert ging man an die Hantel. Doch letztlich war selbst die neue Mannschaftsbestleistung von 594,0 Punkten nicht ausreichend, um den Gegner, bei dem an diesem Tage alles lief und der 620,9 Punkte ansammelte, in die Knie zu zwingen. Einen wesentlichen Anteil daran hatte ihr belgischer Gastheber Tom Goegebuer, der allein 156,0 Punkte zum Ergebnis beisteuerte.

Bester auf Obrigheimer Seite und auch bester über die ganze Runde gesehen war Mannschaftsführer Thorsten Hauß, der aufgrund seiner 137 kg im Reißen und 167 kg im Stoßen 107 Punkte erreichte. Ihm folgten knapp dahinter Karsten Kluge und Nico Müller, die jeweils 105,0 Zähler verbuchten. Karsten Kluge hob gewohnt zuverlässig und bezwang 116 kg im Reißen und 140 kg im Stoßen. Nachwuchshoffnung Nico Müller gab eine beeindruckende Vorstellung und überzeugte mit 91 bzw. 114 kg in den beiden Teildisziplinen.

Auf 104,0 Punkte brachte es Andre Hemmann, der sich ebenfalls in sehr guter Form präsentierte. Er brachte im Reißen 117 und im Stoßen 143 kg zur Hochstrecke. Erneut gesteigert hat sich Mexiko-Rückkehrer Jan Baumung, der 87,0 Punkte erreichte und dabei 117 bzw. 136 kg über dem Kopf fixierte. Pech hatte diesmal der für seine kämpferische Qualitäten bekannte Daniel Pischzan. Ihn hatte im Vorfeld eine Grippe außer Gefecht gesetzt, die ihn nicht an seine gewohnten Leistungen herankommen ließ. Er kämpfte zwar bis zum Umfallen, musste sich aber diesmal mit 86,0 Punkten, resultierend aus 132 kg im Reißen und 165 kg im Stoßen, begnügen.

Mit dem Abstieg der Schäfer-Truppe hat Obrigheim das Prädikat, einziger Verein zu sein, der in den beiden höchsten Ligen mit jeweils einer Mannschaft vertreten ist, verloren. Doch man muss der immer wieder durch personelle Turbulenzen gebeutelten Mannschaft bescheinigen, dass sie sich mit aller Macht gegen den Abstieg gestemmt hat. Und das mit Leistungen, die in anderen Ligen die sichere Erstligazugehörigkeit bedeutet hätte. Insgesamt kamen 18 Heber, also praktisch das Potential von drei Mannschaften, zum Einsatz. Diese Breite ist beispiellos in der ganzen Bundesrepublik. So war die Enttäuschung bei Hebern und Betreuern nur recht kurz und man verständigte sich sofort dahingehend, den sofortigen Wiederaufstieg anzugehen.

Die Saarländer hatten ihre beste Kraft in dem mehrfachen belgischen EM- und WM-Teilnehmer Tom Goegebuer mit 156,0 Punkten. Ihm folgten Frank Schackmann (103,4), Peter Schorr (100,0), Georgie Panchev (95,0), Felix Rupp (83,0), sowie Thomas Kuke (Reißen 26,8) und Alexander Heib (Stoßen 56,7), die sich den Wettkampf teilten.