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Das Gewinnerportrait, so wie es von der Dresdner Bank zur
Tradition und Heimatverbundenheit - kann man mit diesen
Werten heute noch Kinder und Jugendliche für die eigene Sportart
begeistern? Die Gewichtheber des SV Germania Obrigheim verlassen sich
sicher nicht allein darauf, dass man mit einer über 110-jährigen
Geschichte zu den renommiertesten Traditionsvereinen Deutschlands gehört.
Und auch der Fakt, dass keine andere Bundesliga-Mannschaft so viele
Athleten aus der eigenen Region in ihren Reihen hat, soll nur ergänzend
genannt werden. Vielmehr bedeuten eine konzeptionell fundierte und auf
vorbildlicher Sichtung fußende Nachwuchsförderung zu den Kernargumenten
bei der Ansprache junger, hoffnungsvoller Gewichtheber. Und dennoch: Neben
dem konstanten Erfolg der Bundesligamannschaft, sind es gerade auch die
gelebten Werte im SV Germania, die Kids und Jugendliche bei der
(Hantel-)Stange halten.
Ähnlich sieht es auch der ehemalige Obrigheimer
Gewichtheber-Profi Oliver Caruso. Auf der Vereins-Website wird der
Bronzemedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele von 1996 in Atlanta und
spätere zweimalige Weltmeister wie folgt zitiert: “Es hat gute Gründe,
dass ich zu meiner Profi-Zeit der einzige deutsche Nationalheber war, der
nie den Verein gewechselt hat. Tolle Fans, engagiertes Umfeld,
verschworene Mannschaft - in Obrigheim macht Gewichtheben einfach
Riesenspaß.” Ein Riesenspaß, der auf hervorragender Arbeit beruht und nach
zwei vorangegangen Anläufen in 2007 und 2008 in diesem Jahr mit dem
“Grünen Band” für vorbildliche Talentförderung im Verein ausgezeichnet
wird. Nach 1987 und 1996 ist es bereits die dritte Auszeichnung für den SV
- ein weiterer Beweis dafür, wie kontinuierlich die Baden-Württemberger
ihren Nachwuchs an die eigenen Spitzenteams und die Auswahlmannschaften
des Landes- und Bundesverbandes heranführen.
Die Jury vergab denn auch in 12 von 14
Bewertungskategorien Höchstwert. Obrigheim erreichte damit die
zweithöchste Gesamtpunktzahl, die für Vereine aus olympischen Verbänden
vergeben wurde. Von der Talentsichtung über die Trainersituation bis hin
zur Kaderentwicklung - alles top! Und in einem Kriterium, dass
ausnahmsweise nicht die volle Punktzahl erhielt, wird nach eigener Aussage
bereits an der “Perfektionierung” gearbeitet: “Wir sind dabei, die bisher
bestehende Zusammenarbeit mit drei Schulen auf alle im näheren Umkreis
befindlichen Institute auszudehnen.” Weitere Kraftsport-Interessierte
sollen so mit Informationen versorgt und über Trainingsangebote aufgeklärt
werden. Bei entsprechendem Andrang ist auch an zusätzliche Veranstaltungen
an den Schulen gedacht.
Die großen Erfolge in der Vereinsgeschichte sowie der
Triumph bei den Deutschen Meisterschaften 2008 in eigener Halle dürften es
den Verantwortlichen noch leichter machen, junge Talente für den Verein zu
gewinnen. Überhaupt kann man sich in Obrigheim über fehlende
Aufmerksamkeit nicht beklagen - schließlich verzeichnet man seit Jahren
die höchsten Zuschauerzahlen aller deutschen Gewichtheber-Vereine. Den Nachwuchs-Hebern dient aktuell besonders Almir Velagic als Vorbild. Er holte einen beachtlichen achten Rang bei Olympia in Peking und wurde WM-Zehnter. Den zahlreichen nationalen Jugend-Meistertiteln und den EM-Medaillen von Volker Hauß (Jugend), Carsten Diemer und Dieter Wolf (beide bei den Junioren) dürften in Zukunft noch weitere Obrigheimer Spitzenplätze folgen Wäre doch ein Riesenspaß.
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Pressebericht aus der RNZ vom 27.08.2009
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