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F.H.: Erstmals in der 28-jährigen Geschichte dieses Wettbewerbes fanden die internationalen deutschen Meisterschaften im Gewichthebermehrkampf ohne ausländische Beteiligung statt. Doch das hinderte den ausrichtenden SV Germ. Obrigheim nicht, mit Hilfe seiner zahlreichen engagierten Helferinnen und Helfer für dieses Turnier neue Maßstäbe zu setzen. Die Wettkämpfe liefen problemlos im zeitlich festgesetzten Rahmen und unter Anwendung der neuesten technischen Hilfsmittel (Videomessung, elektronische Zeitnahme) ab. Dank gilt hier den Leichtathleten vom LAZ, die die Durchführung des Sprints übernommen hatten. Für die Gastgeber verlief die Teilnahme mit vier Einzeltiteln, einem 3. Platz und dem Erfolg im Mannschaftswettbewerb äußerst erfolgreich. Die Athleten konnten sich mit Unterstützung des Förderkreises Gewichtheben, der die Durchführung eines Kurztrainingslagers ermöglicht hatte, bestens auf die Wettkämpfe vorbereiten. Sie ließen sich weder durch die Hitze noch die Gegner beeindrucken und wurden ihrer Favoritenrolle eindeutig gerecht. In der Klasse 1995 Leicht war Adrian Müller
der dominierende Athlet. Mit 65 kg im Reißen und der neuen
Stoßbestleistung von 90 kg sowie 4,49 Sek. im Lauf, 9,07 m im Wurf und
8,52 m im Sprung kam er auf überragende 635,9 Punkte und lag damit
deutlich vor seiner Konkurrenz. Mit 541,1 Punkten gelang Philipp Hülser
ebenfalls eine Treppchenplatzierung. Seine Bestleistungen von 67 kg im
Reißen und 88 kg im Stoßen sowie den Athletikergebnissen von 4,6 Sek. im
Lauf, 9,64 m im Wurf und 8,27 m im Sprung führten ihn auf Platz drei des
Jahrgangs 1995 Mittel. Im Jahrgang 1994 Mittel setzte sich der EM-Achte Matthäus Hofmann mit 683,4 Punkten erfolgreich durch. Dabei bezwang er im Reißen 125 und im Stoßen 142 kg. Im Sprint kam er auf 4,5 Sek. und im Sprung auf 9,03 m. Im Wurf löschte mit 16,70 m so nebenbei den 20 Jahre alten deutschen Rekord von Volker Hauß, der inzwischen als Jugendtrainer fungiert. Den 12. Platz belegte „Newcomer“ Michél Dörr, der in seinem erst zweiten Wettkampf 385,4 Punkte erzielte und dabei bereits mit bereits sehr guten Athletikergebnissen auf sich aufmerksam machte. Mit 639,3 Punkten erwies sich Matthias Trummer als die Nummer 1 der Klasse 1994 Schwer. Mit 115 kg egalisierte er seine Reißbestleistung und steigerte sich im Stoßen auf nunmehr 142 kg. Hinzu kamen 4,6 Sek. im Sprint, 14,50 m im Wurf und 8,80 m im Sprung. Beim Jahrgang 1993 Leicht wurde der EM-Dritte Nico Müller seiner Favoritenrolle gerecht. Nach 4,6 Sek. im Lauf, 12,70 m im Wurf und 9,22 m im Sprung brachten ihn 121 kg im Reißen und 145 kg im Stoßen auf insgesamt 713,3 Punkte, womit ihm Platz 1 nicht zu nehmen war. Der Jahrgang 1993 Schwer sah Daniel Schwenzer, der im Reißen mit 77 kg eine neue Bestleistung aufstellte, mit 441,0 Punkten auf dem 10. und Dennis Reiß, der verletzungsbedingt etwas zurückstecken musste, mit 395,4 Punkten auf dem 12. Platz. Bei der weiblichen Jugend des Jahrgangs 1994 belegte Alisha Seufert mit 302,7 Punkten den 8. Platz. Sie hat sich in den zwei Monaten, in denen sie Gewichtheben betreibt, bereits recht gut entwickelt. Im Mannschaftswettbewerb um den Sparkassencup gelang es dem Germanenteam, in der Besetzung Nico Müller, Matthäus Hofmann, Matthias Trummer, Adrian Müller und Philipp Hülser mit 3213 Punkten den im Vorjahr errungenen deutschen Meistertitel erfolgreich zu verteidigen. Damit lag man mit deutlichem Abstand vor Plauen (2847), Flözlingen (2808), Frankfurt/Oder (2631), Grünstadt (2624), Lörrach (2385), Dortmund/Mengede (2332), Landshut (1990). Höchstädt (1969) und Weinheim (1921). Der Veranstaltung angegliedert war ein WM-Testwettkampf der Frauen-Nationalmannschaft. Vor einer ansprechenden Zuschauerkulisse zeigten sich die Olympia-Sechste Julia Rohde (80 kg / 101 kg), Sabine Kusterer (84 kg / 102 kg), Nina Bayer (76 kg / 102 kg), Anett Goppold (82 kg / 101 kg), Yvonne Kranz (88 kg / 112 kg), Mandy Wedow (91 kg / 107 kg), Nina Schroth (92 kg / 105 kg) und Katleen Schöppe (97 kg / 123 kg) auf einem guten Weg zu einer erfolgreichen Teilnahme an der Weltmeisterschaft Ende September in der Türkei. Mit dabei auch die Obrigheimer Nachwuchstalente Leah Kratschmann (45 kg / 55 kg), Laura Waldenberger (50 kg / 67 kg) und Lena Trummer (52 kg / 70 kg), die sich alle mit neunen Bestleistungen präsentierten sowie die derzeit beste Nachwuchsathletin dieses Altersbereichs, die Lörracherin Tabea Tabel (65 kg / 85 kg). |
Hatt
ja super geklappt!!!