Deutsche Meisterschaften der Masters in Speyer

Drei Obrigheimer auf dem Treppchen

 

F.H.: Die Halle des Obrigheimer Bundesliga-Konkurrenten AV 03 Speyer war Treffpunkt für die besten Altersklassen-Gewichtheber aus ganz Deutschland. Bereits zum 8. Mal fanden in der Domstadt die deutschen Meisterschaften der Masters statt. Von den sechs Obrigheimer Startern gelang es drei, sich auf dem Treppchen zu platzieren. Gold gab es dabei für Ingo Fein und jeweils Silber für Walter Kretz und Daniel Pischzan. Im Mannschaftswettbewerb belegte das Germanen-Team einen hervorragenden 3. Platz.

Ältester Germanen-Teilnehmer war Horst Nitschke. Der Masters-Olympiasieger von 2009 traf bei den 70- bis 75-jährigen auf starke nationale Konkurrenz und musste unerwartet drei Konkurrenten den Vortritt lassen. Mit 49 kg im Reißen und 57 kg im Stoßen reichte es diesmal leider nur zum undankbaren 4. Platz in der Klasse bis 62 kg.

Bei den 55- bis 60-jährigen hatten die Germanen zwei Athleten im Wettbewerb. In der Klasse bis 62 kg musste sich Walter Kretz lediglich dem Kaiserslauterer Spitzenheber Leloneck geschlagen geben. Mit 62 kg im Reißen und 82 kg im Stoßen verwies er aber den Landshuter Rahn auf den Bronzeplatz und gewann Silber. In der Klasse bis 85 kg verpasste Joachim Barzen ganz knapp das Treppchen. Seine 78 bzw. 90 kg hielten ihn lange auf Bronzekurs, doch letztlich wurde er doch noch von dem Potsdamer Rast abgefangen und musste sich mit Platz 4 begnügen.

Ähnliches gilt auch für Christian Schramm, der in der Klasse bis 105 kg der 50- bis 55-jährigen ebenfalls erst im letzten Versuch vom Treppchen gestoßen wurde. Er brachte zwar gute 75 bzw. 101 kg zur Hochstrecke, sein Konkurrent aus Vellmar schnappte ihm jedoch mit gestoßenen 102 kg die Medaille weg. Stefan Kempf erreichte bei den 45- bis 50-jährigen in der Kategorie bis 94 kg als leichtester seiner Klasse mit 81 bzw. 91 kg den 6. Platz.

In den beiden jüngsten Kategorien sorgten zwei Ex-Bundesligaheber für einen „glänzenden“ Abschluss. Zunächst gewann Daniel Pischzan in der Klasse bis 105 kg der 35- bis 40-jährigen die Silbermedaille. Er überzeugte mit sehr guten 131 kg im Reißen und 150 kg im Stoßen. Sein Angriff auf Gold, wofür er 156 kg gebraucht hätte, scheiterte zweimal knapp im Ausstoß. Als einziger ganz oben platzierte sich Ingo Fein. In der Kategorie über 105 kg der 40- bis 45-jährigen präsentierte er sich in bestechender Form und bewältigte im Reißen 137 kg und im Stoßen 170 kg. Mit 307 kg im Zweikampf gewann er unangefochten die Goldmedaille.