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F.H.: Die deutschen Meisterschaften der A- und B-Jugend, ausgetragen im pfälzischen Schifferstadt, wurden zu einer Leistungsdemonstration des Obrigheimer Gewichthebernachwuchses. Insgesamt acht Athleten, davon zwei weiblich, hatten sich für die Titelkämpfe qualifiziert und beeindruckten mit hervorragenden Leistungen und durchweg neuen Bestleistungen. Allein sechs Germanen kehrten als Titelträger zurück und zudem gab es einen 2. und einen 5. Platz. Am deutlichsten kam die Obrigheimer Überlegenheit im Mannschafswettbewerb zum Ausdruck, wo das Germanenquintett mit 610,4 Punkten fast doppelt so hoch lag wie der Zweitplatzierte Flözlingen. Nico Müller (156 Relativpunkte) wurde als bester Athlet des Jahrgangs 1993 und zugleich punktbester der gesamten Veranstaltung ausgezeichnet, Matthäus Hofmann (137,4) und Matthias Trummer (115,0) waren die besten des Jahrgangs 1994. Auch der Jahrgang 1995 wurde eine Beute der Obrigheimer. Auf Platz 1 Adrian Müller (119,0) und auf Platz 3 Philipp Hülser (83,0). Eine große Auszeichnung erfuhr Matthäus Hofmann, der aufgrund seiner Erfolge und seiner tollen Leistungsentwicklung von der deutschen Gewichtheberjugend zum Nachwuchsgewichtheber des Jahres 2011 gekürt wurde. Die Meisterschaften nahmen bereits am Freitag einen äußerst erfreulichen Auftakt. Bei den Mädchenwettbewerben erkämpfte sich die A-Jugendliche Alisha Seufert in der Klasse über 69 kg ihren ersten nationalen Titel. Sie bewältigte im Reißen 60 und im Stoßen 75 kg und ließ damit der Vorjahressiegerin Kristin John aus Malchow keine Chance. Den 2. Platz in der Klasse B-Jugend bis 63 kg sicherte sich Leah Kratschmann, die 47 bzw. 56 kg über dem Kopf fixierte und sich nur der Altriperin Rebecca Külbs beugen musste. Der Samstag stand ganz im Zeichen der Müller, Hofmann, Trummer und Co., die fast ausnahmslos die Glanzpunkte setzten. Ganz knapp an einer Medaille vorbei schrammte Michèl Dörr. Der aufstrebende Nachwuchsathlet gefiel mit den neuen Bestleistungen von 86 kg im Reißen und 113 kg im Stoßen. Leider wurde sein 3. Versuch an 117 kg, der ihm beim Jahrgang 1994 Klasse bis 77 kg Bronze eingebracht hätte, ungültig gewertet. Unangefochtener Sieger der Klasse bis 62 kg wurde Adrian Müller, der seine persönlichen Bestmarken auf 93 kg im Reißen und 118 kg im Stoßen steigerte und damit seinen Konkurrenten nicht den Hauch einer Chance ließ. Ebenfalls Gold gab es in der Klasse bis 69 kg für Philipp Hülser, der hoch motiviert und mit deutlichen Leistungssteigerungen auf 93 bzw. 117 kg die Konkurrenz in die Schranken verwies. Matthias Trummer setzte mit seinem Sieg in der Klasse bis 85 kg den Goldsegen fort. Ohne Fehlversuch übertraf er dabei mit 128 kg im Reißen und 156 kg im Stoßen seine Bestmarken von der Europameisterschaft. Grund zum Jubeln lieferte auch Matthäus Hofmann. Im Reißen steigerte er sich auf ausgezeichnete 147 kg. Im Stoßen folgte bereits im 2. Versuch mit 168 kg ein neuer persönlicher Rekord. Die Schrecksekunde dann bei der neuen Rekordlast von 173 kg. Nach gutem Umsatz und einem nicht ganz geglückten Ausstoß fasste er sich sofort an den Ellenbogen, was Trainer und Betreuer Schlimmes befürchten ließ. In der nachfolgenden Untersuchung wurde ein Bänderanriss diagnostiziert, sodass in den nächsten Wochen kaum mit einem Einsatz zu rechnen ist. Das absolute Highlight setzte der A-Jugendliche Nico Müller, der souverän die Klasse bis 77 kg beherrschte. Ohne Fehlversuch gelang es ihm, die neuen Bestmarken von 136 bzw. 171 kg über dem Kopf zu fixieren, ohne den Eindruck zu vermitteln, dass dies bereits das Ende der Fahnenstange sei. Im Wettbewerb um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft wurde das Germanen-Team seiner Favoritenrolle gerecht. In der Besetzung Nico Müller, Matthäus Hofmann, Adrian Müller, Matthias Trummer und Philipp Hülser sammelte man phantastische 610,4 Punkte und lag damit fast 300 Punkte vor den Nächstplatzierten Flözlingen und Schwedt. Franz Hauß SV Germ. Obrigheim
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