Jugend EM in Valencia mit zwei Obrigheimern

Nico Müller holt zweimal Bronze

 

F.H.: Die Jugend-Europameisterschaften im spanischen Valencia brachten tolle Erfolge für den Obrigheimer Gewichthebernachwuchs. Mit Nico Müller und Matthäus Hofmann hatten sich zwei Nachwuchsheber aus der Germanen-Talentschmiede für diese Titelkämpfe qualifiziert. Bestens vorbereitet von ihrem Trainer Oliver Caruso präsentierten sich beide in Höchstform und glänzten mit neuen persönlichen Bestleistungen. Herausragend die beiden Bronzemedaillen von Nico Müller in der Klasse bis 69 kg, womit er auch in punkto Medaillengewinn in die Fußstapfen seines Trainers trat.

Mit großen Erwartungen startete der 16-jährige Nico Müller in seine dritte Europameisterschaft. Sein erklärtes Ziel war ein Platz auf dem Treppchen und dieses Vorhaben verwirklichte er in seiner ihm eigenen Ruhe und Cleverness. Mit drei gültigen Reißversuchen und der neuen Bestmarke von 126 kg gewann er Bronze und legte damit den Grundstein für die nachfolgende Zweikampfmedaille. Und fast wäre noch eine Silbermedaille dazugekommen. Nach geglückten 154 kg im Stoßen ließ er für seinen abschließenden Versuch 156 kg auflegen, was ihm den 2. Platz in dieser Disziplin eingebracht hätte. Nach gutem Umsatz und erfolgreichen Ausstoß musste er sich dann doch noch dem Hantelgewicht beugen. Doch das schmälert seinen Erfolg keineswegs, denn was zählt sind zwei großartig heraus gekämpfte Bronzemedaillen.

Einen starken Eindruck hinterließ der noch 15-jährige Matthäus Hofmann in der Klasse bis 77 kg. Bei drei gültigen Reißversuchen egalisierte er seine persönliche Bestmarke von 128 kg, was dem in Helmstadt beheimateten Athleten im Zwischenklassement Platz 8 einbrachte. Diese Position behauptete er dann im beidarmig Stoßen mit sehr guten 148 kg, was einer Zweikampfleistung von 276 kg gleichkam. Für ihn war es der erste große internationale Wettkampf, den er bravourös meisterte und in überzeugender Art und Weise über die Bühne brachte. Sollte sich seine Entwicklung so fortsetzen, könnte er im nächsten Jahr durchaus in Medaillennähe kommen.